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Nachgedacht: Gegenwind und Rückenwind

Liebe Leserinnen und Leser!

Am 9. und 10. Juni feiern die Christen weltweit das Pfingstfest.

Es ist der Tag, an dem an das Kommen des Heiligen Geistes auf die Jüngerinnen und Jünger Jesu in Jerusalem gedacht wird.

Es ist sozusagen der Geburtstag der Gemeinde oder Kirche Jesu Christi.

Der Heilige Geist machte aus den ängstlichen Zweiflern mutige Zeugen des Glaubens.

 

Ein biblisches Bild für den Heiligen Geist ist der Wind (Apostelgeschichte 2):

1Dann kam der Pfingsttag. Alle, die zu Jesus gehört hatten, waren an einem Ort versammelt.

2 Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen wie von einem starken Wind.

Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich aufhielten.

 

Wind kennen wir als Gegenwind und Rückenwind.

Im Urlaub fuhr ich mit dem Rad auf dem Bahndamm-Radweg

von Korbach zum Edersee.

Auf dem Hinweg hatte ich mit ziemlichem Gegenwind zu tun.

Das kostete ganz schön Kraft. Ich fahre noch ohne E-Motor.

Auf dem Rückweg lief es besser. Der Wind half mir als Rückenwind. Es ging viel leichter.

Wie schön wäre es, wenn wir auf dem Weg mit Jesus immer Rückenwind hätten!

Gut, dass wir den Heiligen Geist immer wieder um Unterstützung anrufen können.

 

Ich finde, dass der Wind ein wunderbares Bild für den Geist Gottes ist.

Der Wind an sich ist unsichtbar – wie Gott.

Aber wir können seine Wirkungen sehen und spüren:

  • Die frische Luft, die beim Lüften in unser Haus strömt
  • Den Rückenwind beim Radeln
  • Die großen Windräder, die sich drehen und Strom erzeugen
  • Die Flugzeuge, die sich in die Luft erheben
  • Die Segelboote, die mit gefüllten Segeln vorwärtsgleiten
  • Die Bäume, die vom Sturm gebeugt oder sogar gefällt werden

 

Gerade, wenn wir in unserem eigenen Leben oder im Leben der christlichen Gemeinde Gegenwind erleben, benötigen wir dringend Rückenwind.

Ob demografischer Wandel, Rückgang des Christentums in Europa oder persönliche Rückschläge uns entgegenwehen – der erfrischende und kraftvolle Rückenwind des Geistes unseres Herrn bringt uns auf unserem Weg weiter voran. Durch Glaube, Hoffnung und Liebe.

 

Pfingsten, das war 33 n. Chr.; Pfingsten, das geschieht 2019 n. Chr.: Rückenwind durch die Gegenwart Gottes.

Peter Schlenker

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